Krankenhaus mit Baby – Zuhause ist es doch am Schönsten!

Am Mittwoch hat mein Freund Mia und mich morgens ins Kinderkrankenhaus „Auf der Bult“ gebracht, weil wir dort einen vereinbarten OP-Termin für die Kleine hatten. Im Grunde war es nur ein kleiner Eingriff, auf den wir uns schon seit ihrer Geburt eingestellt hatten, aber aufgeregt und verunsichert waren wir natürlich trotzdem. Wir konnten die OP jetzt erst durchführen, da Mia bei den früheren Untersuchungen immer noch zu jung war, aber nun haben wir es ja hinter uns. 

Als wir morgens ankamen lief es gleich blöd mit der Parkplatzsuche, denn nichts war frei. So mussten wir ziemlich entfernt vom Krankenhaus parken und uns mit Sack & Pack (Kinderwagen, Wickeltasche, meine große Reisetasche…) zum Eingang schleppen. Da gibt es definitiv zu wenig Parkmöglichkeiten für Patienten und Besucher! Das kommt wohl daher, dass dort auch eine Schule ist…

Naja, kamen wir halt bisschen zu spät, aber man muss ja beim Arzt sowieso immer so lange warten. So auch diesmal, aber dann ging alles ganz flott mit Aufnahme, Mias Voruntersuchung und die Stationsanmeldung. Leider mussten wir dann noch ziemlich lange warten, bis wir unser Zimmer belegen konnten. Es war halt sehr voll das Krankenhaus und der Platz knapp.

Ich hatte eine sehr liebe Zimmergenossin, die mit ihrer kleinen Tochter (2 Monate) dort schon etwas länger „hockte“.

Das Problem mit Baby (und allgemein kleineren Kindern) ist einfach, dass es ganz schwer ist, sie in diesen kleinen Zimmern lange zu beschäftigen und auf Trap zu halten. Ich hatte ja schon ein paar Lieblingsspielzeuge dabei, aber das reichte irgendwann auch nicht mehr. Das Bett (ein riesiger Metallkäfig o_o) wurde Mia zu langweilig und sie wurde zunehmend quängeliger und konnte natürlich nicht wie gewohnt schlafen. Zuhause kuscheln wir uns zusammen ins Bett und sie schläft dann meist sehr schnell und friedlich auf meinem Schoß ein, so dass ich sie rüber in ihr Bettchen ins Zimmer legen kann. Dieses Einschlafritual konnte ich im Krankenhaus nur abends durchführen, da man die Elternliege erst abends gegen 19 Uhr ausklappten durfte -.- 🙁 sehr unpraktisch für Babys, die noch nicht alleine einschlafen können!

So wurde dann natürlich auch nichts aus ihrem gewohnten Mittagsschlaf oder ihren kleinen „Zwischendurch-Schläfchen“, welche sie einfach immer braucht, um nicht knatschig zu werden. Ich hab das Problem dann so gelöst, dass ich zu den Schlafensgeh-Zeiten mit ihr spazieren war – so konnte Mausi dann doch ein bisschen schlafen und wieder Kraft tanken für den langweiligen Krankenhaus-Alltag.

Die OP verlief super und ohne Probleme. Es ist ein echt komisches Gefühl sein Baby in fremde Hände zu geben. Wir mussten ihr noch im Flur „Tschüß“ sagen und zusehen, wie sie in ihrem viel zu großen Bett in den OP-Bereich geschoben wurde. :'( Zuvor bekam sie ein Beruhigszäpfchen, weil sie ja jetzt verstärkt fremdelt. Davon wurde sie richtig benommen und lachte unkontrolliert. Erschreckend was für eine starke Wirkung so ein kleines Zäpfchen hat, aber so war sie ruhiger und hatte keine Angst vor der neuen Umgebung und den Gerätschaften im OP-Saal. Die Schwestern sagten mir dann auch schnell Bescheid, dass Mia alles ganz interessant fand und nicht geweint hat.

Als wir sie dann abholen durften, schlief unsere kleine Maus ganz tief und fest. Es dauert noch zwei Stunden bis sie langsam wach wurde und sie endlich endlich endlich etwas essen und trinken durfte! Sie war nämlich ganze 6 Stunden nüchtern und das war eine echt anstregende Zeitspanne!!! Wie will man so einem kleinen Wurm auch klar machen, dass Mama jetzt nichts zu Essen gibt, wegen der Narkose. 🙁 Schrecklich das Baby hungern zu lassen!!! Als sie dann wieder Nahrung zu sich nehmen durfte, trank sie natürlich erst einmal ohne Ende Milch und war dann immer noch nicht zufrieden. Deshalb gab es noch einen Brei hinterher, der sie dann auch satt bekam. 🙂

Schmerzen hatte Mia keine, trotzdem gab ich ihr zum Abend hin ein Schmerzzäpfchen, denn man weiß ja nie was ist, wenn die Narkose ganz weg ist.

Die beiden Nächte mit Mia waren recht entspannt. Sie ging wie immer um 20 Uhr ins Bett und wachte ein paar mal die Nacht auf. Nachts holte ich sie dann zu mir ins Bett (gesichert) und so schliefen wir bis kurz vor 7, wo auch schon wieder die Elternliege zusammen geklappt werden musste. Es ist nachts nur nervig und störend, wenn die Schwestern so oft reinkommen und Krach machen oder mit Taschenlampe rumleuchten. Aber muss ja auch sein.

Ansonsten fühlten wir uns sehr gut behandelt dort. Die Schwestern sind sehr nett und versorgen die Kinder gut. Man bekommt Windeln, Babynahrung und auch die Vitamin-D-Tablette dort. Allzu wählerisch darf das Kind dann aber nicht mit dem Brei sein, denn so viel Auswahl gibt es nicht. Wir hatten notfalls noch unseren Brei dabei. Man sollte viel Spielzeug mitnehmen und auch einen Kinderwagen. Ich glaube man kann sich dort auch einen leihen, aber das sind uralte Dinger. 😀

Was ich noch sehr doof fand: Man durfte die Kids nicht in die Elternräume, (da kann man ganz nett sitzen und Kaffee trinken) Duschen und Essensräume nehmen. Aus hygienischen Gründen, aber auch weil die anderen Leute und Ärzte ihre Ruhe haben wollen – so steht es im Infoflyer, den ich bekommen habe!!! Total schrecklich und unpraktisch, wenn man ohne Kind ins Untergeschoss fahren muss, um sich alleine sein Essen zu holen. Da war man manchmal 20 Minuten in der Warteschlange und oben weint das Baby, welches auch die Schwestern nicht ruhig kriegen… Naja so viel dazu.

Ich bin froh, dass wir jetzt wieder Zuhause sind, wo Mia wie gewohnt über den Tag schlafen kann und niemand ihren Mittagsschlaf stört. Zuhause ist es doch am Schönsten!

Autor: Mamamulle

Mamamulle heißt eigentlich Margareta Walter, ist 27 Jahre alt, frisch verheiratet und Mama von zwei zuckersüßen, oft aber furchtbar frechen Mädchen (*2012 & *2015). Wer lieb' ist darf mich auch "Maggy" nennen. Seit der Geburt unserer ersten Tochter gehört der Blog hier zum Familienalltag dazu und hält mich genauso auf Trapp wie die zwei Minimenschen Mia Lotta und Emmi.

5 Gedanken zu „Krankenhaus mit Baby – Zuhause ist es doch am Schönsten!“

  1. Oh mein Gott, das klingt ja furchtbar, was man da in dem Krankenhaus alles zu tun oder lassen hatte und mit dem Kind machen nicht durfte! Gut, dass alles vorbei ist und ihr wieder zu Hause seid…

  2. Ohje, ich erinnere mich auch nur ungern an den Krankenhausaufenthalt mit der Prinzessin. Trotz dem netten Personal fand ich alles nur schrecklich… allein die Hektik auf Station, die einen nachts nicht zur Ruhe kommen lässt und morgens nicht ausschlafen lässt (nachdem man schon total gerädert ist. Auf unserer Station gab es ein riesiges Spielzimmer mit Bällebad, aber auch da meinten die Schwestern sollte man mit einem gesunden Kind vorsichtig sein, wegen der Keime. Wir sollten Bescheid sagen welches Spielzeug wir wollen, dann würde es gereinigt aufs Zimmer gebracht. Natürlich wurde es der Prinzessin auf dem Zimmer schnell langweilig, so dass wir doch mal hin sind.
    Ach ja und ich habe mir nach dem Aufenthalt trotz stetigem Händedesinfizieren natürlich promt den Noro-Virus mitgenommen. Mannohmann hab ich gelitten die Nacht danach… das muss ich echt nicht noch mal haben…

    Gut, dass alles so prima lief bei euch auch mit OP und alles gut überstanden ist.

    1. Oh Shit, angesteckt haben wir uns da zum Glück nicht. So ein Spielezimmer wäre klasse gewesen – es gab nur im Forum so eine Spieleecke, aber das war eher für Kleinkinder ausgerichtet.

      Danke für deinen lieben Kommentar.

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