Böser Wutanfall

Hui das war ich gar nicht mehr gewohnt. Ich bringe Mia abends ins Bett, will sie auf die Toilette setzen und auf einmal geht es los: Ein mega-riesen-schlimmer Wutanfall. Das hatten wir SO schon lange nicht mehr.

Sie will von der Toilette runter, dann wieder hoch, hin und her, wirft sich schreiend gegen die Badezimmer-Heizung. Zum Glück sind die Nachbarn ausgeflogen – so wird wenigstens deren Kind nicht von dem Gebrüll wach.

Ich versuche Mia in den Arm zu nehmen, zu trösten, rede behutsam auf sie ein. Nichts hilft. Sie schäumt vor Wut und wird nur noch rasender. Auch der Papa hat kein Glück und wird angebrüllt. Ich verlasse den Raum, setze mich mit dem Papa ins Schlafzimmer. Mia kommt hinterher gerannt und findet das gar nicht gut, dass ich jetzt „weglaufe“. Als ich mich auf unser Bett setze und abwarten will, will sie mich schreiend vom Bett werfen. Ich darf da jetzt nicht sein…

Mittlerweile ist sie schon ganz verheult, hat sich tausend Mal gegen die Heizung geschmissen und fängt schon an zu husten und zu würgen vom vielen Weinen. Ich lasse sie noch ein bisschen toben, dann hole ich ein Bilderbuch ins Bett. Irgendwann kommt sie dann, redet ruhig, aber ganz erschöpft mit Schnappatmung mit mir. Wir lesen eine Geschichte.

Mia ist wieder die Alte, nimmt mein Gesicht in ihre Hände, sagt „Entschuldigung, alles wieder gut Mama?“ und gibt ganz viele Küsschen. <3 <3 <3

Ich muss mir ein Lachen verkneifen – ja MIR geht es gut und dir? Ihr auch, sie schläft jetzt ganz schnell ein.

Hui der Wutanfall hat auch ne Stunde oder so gedauert. Ich war danach echt k.o. 😀
Ich hoffe das bleibt erstmal die Ausnahme und bedeutet noch nicht die „Trotzphase“, obwohl sie schon ganz gut trotzen kann. 😉

Autor: Mamamulle

Mamamulle heißt eigentlich Margareta Walter, ist 27 Jahre alt, frisch verheiratet und Mama von zwei zuckersüßen, oft aber furchtbar frechen Mädchen (*2012 & *2015). Wer lieb' ist darf mich auch "Maggy" nennen. Seit der Geburt unserer ersten Tochter gehört der Blog hier zum Familienalltag dazu und hält mich genauso auf Trapp wie die zwei Minimenschen Mia Lotta und Emmi.

4 Gedanken zu „Böser Wutanfall“

  1. Uh, ich bin zwar bisher kinderlos aber mich erinnert das stark an meinen „kleinen“ Bruder.
    Früher hatte er richtig üble Wutanfälle, in deren Verlauf er immer seinen Kopf auf den Boden gehauen hat. Einfach so. Minutenlang.
    Meine Eltern haben alles mögliche versucht aber man konnte ihn nie beruhigen – nur zusehen, dass er sich den Kopf nicht aufschlägt 😀
    Ich hoff ja, dass Mia so nicht reagiert.
    Das war nämlich echt der Horror.

    Aber es ist ja so putzig, dass sie nach ihrer Wut zu Euch kommt und sich entschuldigt <3

  2. Ohje, ich musste gerade lächeln, schließlich erinnert mich das an Amy.

    Und bei ihr kommt das allzu oft vor, ich frage mich zwar immer, ob ich was falsch gemacht habe, aber wahrscheinlich ist es momentan die Phase.

    Und geht man dann, was ja Amy auch mal so will, dann will sie es auf einmal nicht mehr.

    Soll sie Zähne putzen, und sie will nicht, und ich sage dann, ok, dann nicht. Will sie auf einmal Zähne putzen.

    Jaja, die Storys sind lang. Sonst ist sie auch sehr umgänglich. Und ins Bett gehen will sie momentan schon gar nicht mehr.

    Ist sie dann in ihrem Hochbett, will sie ihre Kuscheltiere vom Fußende erstmal alle an die Seite drapieren und ihnen Küsschen geben und schlafen legen. Dann blockiert sie auch schon ihr Schlafkissen mit Kuscheltieren. Das gefällt mir nicht. Dann will sie wieder von vorne anfangen damit. Aber meist gehe ich dann heraus, und lasse sie ihr Bibi&Tina Hörspiel hören, was sie momentan am liebsten mag.

    Sie beruhigt sich dann wenigstens ganz schnell.

    Aber ich kann dir sagen, gehe ich zum Beispiel 20 Uhr nach oben mit ihr, bin ich 22 Uhr erst wieder raus, und dann nicht weil die Kleine nun eingeschlafen ist, sondern weil sie ihren Trotzkopf auch um 23 Uhr noch hätte nicht fertig bekommen, obwohl sie seit Stunden schon müde ist. Aber schlafen kommt nicht in Frage. 🙂

    Das Wochenende von Freitag bis Sonntag ist sie bei Oma & Opa und wir haben sturmfrei. Das kommt nicht allzuoft vor, mal nach 4-5 Monaten oder so. Also eine tolle Abwechslung mal etwas Luft zu haben, um sich den nächsten allabendlichen Zu-Bett-Geh-Versuchen zu wappnen.

    Liebe Grüße

    Nancy

    1. Oh dann geht es euch ja ähnlich… Das ins Bett bringen kann gerade ewig dauern oder richtig schnell gehen. Immer anders 😀

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Genießt das Wochenende! Ich habe meinem Freund schon vorgeschlagen, dass wir auch mal wieder so ein Partner-Wochenende machen müssen. Das tut schon sehr gut.

  3. Ohh solche Wutanfälle kenn ich noch gut von meinen Großen Kindern, ich hab ja gehofft das ich bei Celina damit noch etwas Zeit habe bis die Trotzphase beginnt, nur leider siehts nicht danach aus, denn momentan ist ihr liebstes Wort auch „Nein“ und dann wird sich vor Wut auf den Boden geworfen und geschrien und getrampelt bis sie ganz erschöpft ist und sich wieder beruhigen lässt.
    Liebe Grüße
    Petra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.