Beginn der Stillzeit – aller Anfang ist schwer

Und zack bin ich wieder voll drin: Windeln wechseln, Baby rumtragen und vor allem: Stillen, stillen, stillen  😀 ♥ Das erste Mal habe ich die kleine Emmi direkt nach der Geburt angelegt. Da waren nur Papamulle, das kleine Bündel in meinen Armen und ich – ich war ganz erstaunt, wie schnell sie da schon das Saugen verstanden hatte. =)

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Leider kam sie ja dann auf die Kinder-Intensivstation, da ihr Blutzuckerwert ziemlich niedrig war. Ein paar Stunden war sie dann nach der Geburt von mir/uns getrennt, bevor wir endlich zu ihr konnten. Inzwischen hatte sie schon ein Glucose-Fläschchen und ich glaube auch Flaschennahrung bekommen. Immer wieder fragte ich, wie das hier auf Station mit dem Stillen sein wird und machte den Pflegern auch deutlich, dass sie mich bitte zu den Mahlzeiten herholen sollen. Da musste ich wirklich hartnäckig sein, denn das Personal dort meinte: „Sie haben ja eh noch keine Milch, da können Sie heute Nacht ruhig schlafen und morgen früh zum Stillen kommen.“ Dabei bewirkt doch gerade das häufige Anlegen und Sauger der Babys, dass es zum Milcheinschuss nach ca. 3 Tagen kommt. Und zum Thema „keine Milch haben“ – ich hatte da schon Milch – die wichtige Vormilch (das Kollustrum), was für die Neugeborenen sehr wichtig ist. =) Habe übrigens schon während der Schwangerschaft gemerkt, dass ich Vormilch habe… so richtig Ahnung haben die da nicht alle im Krankenhaus.

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Jedenfalls habe ich unser Baby dann immer gestillt und bin alle 4 Stunden zum Füttern da gewesen. Nicht gerade schön auf der Intensivstation zu stillen, vor allem da Emmi auch voll verkabelt war und es total umständlich war. Erstmal musste sie zwischen den ganzen Kabeln gewickelt werden, dann wurde gewogen, gestillt und wieder gewogen. Meistens waren die Schwestern dann nicht zufrieden, weil sie zu wenig getrunken hat und wollten dann noch, dass ich mit dem Fläschchen nachfüttere. Emmi schlief meistens während des Stillens ein und sie dann wieder wach zu bekommen war unmöglich. Sowieso fand ich das Stillen nach Uhrzeit total stressig. Als dann nach drei Tagen die Milch einschoss – halleluja!!! – war es nochmal richtig unschön sein Baby nicht bei sich zu haben, um es mal eben anzulegen. Ich strich etwas Milch aus und war dann immer froh, wenn sie etwas von der vielen Milch abgetrunken hatte. Sie sollte dann 50 – 60 ml schaffen und was soll ich sagen, das schaffte sie kaum. Sie schlief viel zu früh an der Brust ein, um das zu schaffen und ich war dann nur noch froh, dass ich abpumpen und meine eigene Milch ans Kind füttern konnte. Aus der Flasche trank das Mäuschen nämlich auch im Halbschlaf einigermaßen gut und die Schwestern waren dann zufrieden. Ich pumpte dort mit einer Medela Milchpumpe und bekam eine ganze Babyflasche voll Milch pro „Pumpsitzung“ heraus – joar ich hatte reinlich Milch.

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Nun sind wir ja mittlerweile schon drei Tage Zuhause und nach Rücksprache mit meiner Hebamme muss ich nicht mehr Abpumpen und Zufüttern. Hatte das Emmchen im Krankenhaus noch bis zuletzt abgenommen, nimmt sie hier kräftig zu, trinkt toll (nach Bedarf!!!) an der Brust und ist einfach nur rundum zufrieden. =) Ich selber fange jetzt an, etwas Muttermilch auf Vorrat abzupumpen, falls ich mal einen Termin ohne Baby wahrnehmen muss/möchte. Dazu hat Papamulle die elektrische Milchpumpe von Philips Avent für mich bestellt und mit der bin ich sehr zufrieden. Die ist ganz einfach zu verstehen, leicht zu reinigen und macht ihren Job einfach gut. 😉 Gibt es auch als Doppelmilchpumpe.

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Ich bin gespannt, wann ich mich das erste Mal ohne Baby außer Haus traue. Ich würde dann wohl als erstes einen Ausflug nur mit der Großen machen – Exklusivzeit mit Mama ohne nervigem Baby. 😉

An Babyflaschen haben wir hauptsächlich die Philips Avent Naturnah Flaschen, sind aber auch ganz gespannt auf die Difrax-Flasche, welche wir testen dürfen. Die hat mal ein außergewöhnliches Design. *lach*

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Unverzichtbar geworden sind auf jeden Fall bequeme BHs und allgemein geeignete Still-Mode. Man ist ja doch irgendwie den ganzen Tag dabei seine Brust auszupacken und das Baby zu stillen – Zeit zum lange entkleiden bleibt da nicht. Ich habe einen wunderschönen Still-BH von Sugarshape erhalten, welcher mein absoluter Liebling ist. Der Preis ist wirklich der Hammer und wahrscheinlich hätte ich ihn mir auch nicht selber kaufen können, weshalb ich diesen schönen BH auch sehr schätze. So bequem und wirklich auch mal ansehnlich… in der Stillzeit mit Mia hatte ich nur so olle Schlabberdinger, gar nicht hübsch. *lach* Das Modell „Mama-Mia“ hat hier sogar einen kleinen abnehmbaren Glitzeranhänger.

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Es gibt keine unbequemen Metallbügel und die „Still-Funktion“ lässt sich einhändig gut bedienen. Ich bin sehr zufrieden. =)

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Es ist so schön, dass wir Zuhause sind und ich hier das Stillen total genießen kann. Inzwischen hat die kleine Emmi auch fast ihr Geburtsgewicht wieder und gedeiht wirklich prächtig „nur mit Muttermilch“. Im Krankenhaus hatte ich ja zwischenzeitlich schon Bedenken, dass das Stillen dieses Mal eine anstrengende Katastrophe wird – die Ärztin meinte nämlich beim Abschlussgespräch, dass das ohne Pumpen nichts wird.  😕

Danke an Difrax & SugarShape für die Muster.

Autor: Mamamulle

Mamamulle heißt eigentlich Margareta Walter, ist 27 Jahre alt, frisch verheiratet und Mama von zwei zuckersüßen, oft aber furchtbar frechen Mädchen (*2012 & *2015). Wer lieb' ist darf mich auch "Maggy" nennen. Seit der Geburt unserer ersten Tochter gehört der Blog hier zum Familienalltag dazu und hält mich genauso auf Trapp wie die zwei Minimenschen Mia Lotta und Emmi.

4 Gedanken zu „Beginn der Stillzeit – aller Anfang ist schwer“

  1. Hallo,
    wie schön das es zu Hause alles so gut klappt. Aber die Geschichte aus dem Krankenhaus hört sich ja gruselig an. Weiß zwar nicht wo du warst, aber so wie es sich anhört, kann ich es mir schon vorstellen. Da habe ich schon ganz ähnliche Geschichten gehört.
    In dem Krankenhaus wo ich war, lief das alles etwas anders, zumindest was das Stillen angeht. Ich hatte ja ein kräftiges Baby, das leider überhaupt nicht satt zu bekommen war. Ich war schon echt am verzweifeln, gefühlt habe ich im Krankenhaus 24 Stunden am Stück gestillt. An ablegen war gar nicht zu denken. Aber ich wurde immer wieder ermutigt nicht aufzugeben. Den richtigen Milcheinschuss hatte ich dieses Mal auch erst am 8. Tag. Das war echt hart, aber danach hat es dann endlich gut geklappt. 🙂 Zum Glück konnte ich mich noch, von meinem Großen, erinnern wie schön stillen ist, sonst hätte ich wohl aufgegeben. So nun habe ich aber nen Roman verfasst. Wünsche euch weiterhin alles Gute und Liebe Grüße

  2. Erst einmal nochmal herzlichen Glückwunsch zur kleinen Emmi.
    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass sie im Krankenhaus schnell mit der Flasche da sind. dabei sollten gerade die doch wissen wie gut Muttermilch für das Baby ist. Der BH ist ja wunderschön. Ich überlege jetzt ob ich mir nicht von meinem Geburtstagsgeld so einen gönnen sollte.

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