Wie? Was? Warum? Das neue Elterngeld-Plus verstehen

Ein Artikel in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Hallöchen zusammen!

Da will man einfach nur ein Baby kriegen und muss dafür aber auch erstmal einen ganzen Haufen Papierkram erledigen. Diese ganzen Formulare. Ich liebe sie! Nicht.  😉 Aber wer tut das schon… ganz wichtig für die Zeit mit Baby ist neben dem Kindergeldantrag ganz klar der fürs Elterngeld. Dabei gilt es aber eine wichtige Sache zu klären:

Entscheide ich mich für das Basiselterngeld oder für das neue Elterngeld-Plus, was seit dem 01. Juli 2015 bei uns ins Deutschland gibt. Und worin unterscheiden sich die beiden Optionen eigentlich? Diese Fragen möchte ich in meinem heutigen Blogbeitrag gerne beantworten und damit etwas Licht ins Dunkle bringen.

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Basiselterngeld und Elterngeld-Plus in der Übersicht

geld

Das alte Elterngeld – Basiselterngeld: Man bekommt 65% vom Nettolohn der letzten 12 Monate. Die Laufzeit beträgt ein Jahr oder auf Wunsch auch zwei Jahre – der Betrag wird dann halbiert.

Das neue Elterngeld – Elterngeld-Plus: Es gilt für alle Eltern, deren Kinder ab dem 01. Juli 2015 zur Welt gekommen sind. Es soll Familien, die eher in das Berufsleben zurückkehren möchten, den Einstieg erleichtern. Man bekommt die Hälfte des Basiselterngeldes. Die Laufzeit beträgt 24 Monate – also doppelt so lange wie bei dem Basiselterngeld. Das Elterngeldbudget wird insgesamt besser ausgeschöpft.

Partnerschaftsbonus: Geht der Partner in der Elternzeit ebenfalls nur in Teilzeit (maximal 30 Stunden) arbeiten, wird die Bezugszeit bei Vater und Mutter jeweils um vier Monate verlängert – sprich 8 Monate extra Elterngeld Plus!

Flexiblere Elternzeit durch das Elterngeld-Plus

Das Elterngeld Plus ist für Familien, die wieder zeitig ins Berufsleben zurückkehren wollen, wirklich perfekt. Es kann bis zu 30 Stunden in Teilzeit gearbeitet werden. Zu dem Verdienst aus der Erwerbstätigkeit kommt dann noch die Hälfte des Basiselterngeldes. Da das Elterngeld Plus doppelt so lange bezogen werden kann (24 Monate statt 12) bedeutet dies, dass ein Elterngeldmonat zwei ElterngeldPlus-Monaten entspricht. Somit kann insgesamt das Elterngeldbudget besser ausgeschöpft werden und Elternzeit und Teilzeitarbeit lassen sich besser kombinieren. Am Ende sind die Abzüge beim Elterngeld Plus einfach geringer und man hat mit dem Verdienst aus der Teilzeit einfach mehr auf der Hand – vor allem, wenn man die Partnerschaftsmonate nutzt.

Informieren und Kombinieren

taschenrechner

Ganz wichtig zu wissen: Alle von mir vorgestellten Modelle lassen sich miteinander kombinieren. So kann man sich z.B. die ersten sechs Monate voll und ganz auf sein Baby konzentrieren und dann langsam wieder in das Berufsleben einsteigen. So gibt es also erst das Basiselterngeld und später dann das Elterngeld Plus. Es lohnt sich wirklich, das alles mal durchzurechnen – im Netz gibt es dazu ja überall die Elterngeldrechner. Bei Fragen sollte man nicht zögern und die zuständige Elterngeldstelle fragen, die sollten sich da ja am besten auskennen. =)

Liebe Alleinerziehende…

Alleinerziehende profitieren auch von der neuen Regelung mit dem Elterngeld Plus. Das heißt sie können beim Elterngeld Plus bis zu 28 Monate finanziell gefördert werden, da sie die Aufgaben beider Elternteile übernehmen.

Unsere Erfahrungen mit dem Elterngeld

Als ich unsere erste Tochter bekommen habe, die kleine Mulle, gab es nur das normale Elterngeld – sprich heute das Basiselterngeld. Jetzt beim Trollbaby hatte ich wieder nur dieses zur Verfügung, da sie ja noch vor dem 01. Juli 2015 geboren ist. So ein Pech, denn mit dem Elterngeld Plus wäre ich glaube ich ganz gut weggekommen. Ich mag es, dass die neue Regelung etwas mehr Flexibilität für junge Eltern bringt. Vielen fällt ja auch die Decke auf den Kopf, wenn sie nur den ganzen Tag das Baby sehen – mir jetzt nicht so, da ich ja zum Glück noch ein anderes Kind und den Blog hier als Ausgleich habe. =)

Puh, jetzt raucht auch mir der Kopf! Mit Zahlen hab ich es sowieso nicht so, aber kapiert habe ich das neue Elterngeld-Plus jetzt auf jeden Fall.

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Ich hoffe ihr auch? 
Für welche Kombination habt ihr euch entschieden, ihr lieben jungen Mamas und Papas?

Alles Liebe,
Maggy

Autor: Mamamulle

Mamamulle heißt eigentlich Margareta Walter, ist 27 Jahre alt, frisch verheiratet und Mama von zwei zuckersüßen, oft aber furchtbar frechen Mädchen (*2012 & *2015). Wer lieb' ist darf mich auch "Maggy" nennen. Seit der Geburt unserer ersten Tochter gehört der Blog hier zum Familienalltag dazu und hält mich genauso auf Trapp wie die zwei Minimenschen Mia Lotta und Emmi.

3 Gedanken zu „Wie? Was? Warum? Das neue Elterngeld-Plus verstehen“

  1. Vielen Dank für die Zusammenfassung… Gestern erst haben wir uns die Augen zu dem Thema wund gelesen, ohne wirkliche Ergebnisse. Wofür uns letztendlich entscheiden werden, wissen wir zwar jetzt noch nicht, aber dein Post hat auf jeden Fall etwas Licht ins Dunkel gebracht. Vielen Dank für die Mühe.
    Liebe Grüße
    Kathinka

  2. Wegen der bevorstehenden Geburt sind wir gerade auch im Thema drin. Und da der 01. Juli 2015 bekanntlich vorbei ist, kommt für uns auch das ElterngeldPlus in Frage. Und wir werden es nutzen. Ob und wie wir noch zwischen BasisElterngeld und ElterngeldPlus aufteilen, müssen wir dann noch mal schauen.
    Insgesamt aber alles ziemlich verwirrend, bis man da mal durchgeblickt hat. Vielen Dank für die übersichtliche Zusammenfassung.

  3. Danke für die Erklärung. Unser Frühlingskind ist ja 2014 geboren und somit hatten wir mit dem neuen Elterngeld Plus noch nicht viel am Hut. Aber somit weiß ich für Nummer 2 Bescheid, wenn es mal soweit ist und sich bis dahin nicht wieder alles ändert. Mir gefällt diese neue Regelung echt gut, wenn man wieder früher in Teilzeit ins Berufsleben einsteigen will. Zudem wird es auch den Vätern ein Stückchen leichter gemacht…klasse.
    LG
    Elena

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