Mein Küchenunfall

img_20160120_192057.jpg„Aua, das tat weh!“ Ich habe mir Anfang der Woche ganz schlimm die linke Hand an einem Feuer verbrannt. Die Schmerzen waren furchtbar, aber in dem Augenblick als das Feuer in der Küche losging, war die Panik das Schlimmste. Ich wollte mir, wie so oft, meine heißgeliebten Süßkartoffeln im Ofen zubereiten. Heiß wurde es dann auch, als ich die Pommes auf den Teller schaufelte und beim Entsorgen des Backpapier plötzlich bemerkte, dass dieses ja an einer Ecke Feuer gefangen hatten. Leider wurde aus dieser kleinen Flamme plötzlich ein riesen Feuer – in meiner Hand.

Wie konnte das Backpapier so schnell Feuer fangen? 

Die Kartoffeln waren mit Sonnenblumenöl beträufelt und scheinbar bin ich unachtsam gewesen und damit an die Heizstäbe des Ofens gekommen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Ich habe auch ehrlich gesagt nicht gewusst, dass das Papier so schnell brennen kann!!! Durch das Öl darauf breitete sich das Feuer dann auch ganz schnell aus.

Jedenfalls brach von 0 auf 100 die totale Panik in mir aus. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und rannte mit dem Feuer in der Hand zur Haustür. Bloß raus damit in den kalten Schnee, dachte ich mir. Leider war die Haustür dann auch noch abgeschlossen. Das Feuer brannte also weiter in meiner Hand, ich schloss die Haustür auf und hielt das Backpapier tapfer fest. Ich hatte so Angst um die Kinder, dass ich überhaupt nicht weiter gedacht habe, als „weg mit dem Feuer“. Dabei hätte ich das Backpapier vielleicht einfach in die Mitte des Raumes – auf die Fliesen – werfen können. Da hätte es dann ausbrennen können. Aber ich habe soweit nicht denken können.

Schlimm war dann auch noch, als ich das Backpapier endlich nach draußen warf und der Blumentopf aus Korb auch noch Feuer fing – und der war an der Treppe festgebunden. Ein Albtraum für mich. Zum Glück kohlte das nur etwas an und ging dann aus.

***

Puh! Feuer aus! Ich habe meine Schwester von nebenan angerufen und dann ließ das Adrenalin nach. Zittern, der Schock was gerade passiert war. Und dann Minuten später erst die Schmerzen. Hand unter den Wasserhahn. Was hab ich an diesem Abend noch wegen der Schmerzen geheult. Verbrennungen sind so so so so so (!) schlimm. Es fühlte sich an, als wenn das Feuer unter meiner Hand gefangen war. Überall. Die Schüssel mit Wasser war mein Freund – die ganze Nacht. Um das Baby konnte ich mich nicht kümmern. Einmal rief Emmi zum Stillen nach mir und ich schnappte mir ein Kühlpack und ging zu ihr. Die Kühlung reichte nicht aus und so stillte ich hektisch und weinte dabei. Das war ganz furchtbar. Wie kann sowas so wehtun.  😥 Meine Schwester machte mir noch ein Krankenlager in der Stube, wo ich mich mit Emmi und der Wasserschüssel verkroch und wartete so auf Papamulle, der auf Montage war und von mir nach Hause gepfiffen wurde. Die Nacht war wirklich übel, weil Emmi im Moment nur auf dem Arm einschläft und ich sie einfach nicht richtig halten konnte. Ich konnte es keine Sekunde ohne Hand in der Wasserschüssel aushalten. Das war echt krass.

Den nächsten Morgen nahm ich meine Hand aus dem Wasser und fühlte gleich das es besser war. Ich musste nur noch alle paar Minuten kühlen. Papamulle brachte Mia in den Kindergarten, dann fuhren wir zum Arzt, wo ich einen speziellen Verband für die Brandwunden bekam. Nebenbei nahm ich noch Schmerzmittel – ohne ging es nicht, da ich ja mit dem Verband schlecht kühlen konnte.

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Heute tut es nur noch bei Berührung weh und den Verband bin ich los. Ich habe mir nur Pflaster auf die verbrannten Stellen gemacht, weil ich sonst beim Wickeln etc. immer an die Brandblasen komme und dann scheuern die auf…  😐 Da am Daumen wird sicherlich eine Narbe bleiben, sieht zumindest so aus und die Fingerspitzen sind alle ziemlich verbrannt… Mal gucken, wie das jetzt heilt. Wird bestimmt ziemlich bunt. Aber mit den lustigen Dinopflastern von meiner Tochter ist alles halb so wild.  😉

Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Das schlimmste war in dem Augenblick wirklich die Angst um meine schlafenden Kinder.  😥

Das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Als einjähriges Kleinkind habe ich mir übrigens mal den kleinen Körper mit Suppenbrühe verbrannt. Geblieben ist nur eine große Narbe im Brustbereich. Ich kann mir jetzt nur annähernd vorstellen, wie das gewesen sein muss. Passt bloß auf euch und eure Kinder auf.  🙁

Alles Liebe
Maggy

Autor: Mamamulle

Mamamulle heißt eigentlich Margareta Walter, ist 27 Jahre alt, frisch verheiratet und Mama von zwei zuckersüßen, oft aber furchtbar frechen Mädchen (*2012 & *2015). Wer lieb' ist darf mich auch "Maggy" nennen. Seit der Geburt unserer ersten Tochter gehört der Blog hier zum Familienalltag dazu und hält mich genauso auf Trapp wie die zwei Minimenschen Mia Lotta und Emmi.

6 Gedanken zu „Mein Küchenunfall“

  1. Ohhh liebe Maggy, ich leide richtig mit dir!! Es ist so schmerzhaft. Hab mir mal mit 16 kochend heißes Wasser über die Hand geschüttet… Und bin immer wieder der Held und verbrenn mich am Backofen/Pfanne usw. Ganz gemeine schmerzen. Deine Angst kann ich auch sehr gut nachvollziehen, Feuer ist für mich absolutes Angstthema!!

    Alles gute und passt auf euch auf ♡

  2. Oje du Arme!
    ich hab mir auch mal die rechte Hand verbrannt, im Labor, ich habe ein Metallständer weggetragen der davor noch über einem Bunsenbrenner stand… Es hat kurz gedauert bis ich es realisiert habe und dann klebte das Metall schon an meiner Haut… diese Schmerzen werde ich nie vergessen!!! Ich wollte mir die Finger abschneiden, hab zu meinem Ex (damals noch Freund, wir haben uns in der Berufschule kennengelernt) immer gesagt er soll mir eine Schere geben das ich mir die Finger abschneiden kann…)

    Aber ich kann dich beruhigen, bei mir sind keine Narben geblieben trotz dieser krassen Verbrennung. Schmerzen hatte ich sehr lange, heute fühlt sich eine Kaffeetasse in der Hand immer heisser an als in der anderen und die Haut spannt schneller wenn sie trocken ist, aber man sieht nichts mehr. Als die erste blutige, harte Schicht weg war ist es wirklich gut geheilt. Und meine Zwischenprüfung habe ich auch mit links geschrieben (damals fand ichs nicht lustig)

    Die Panik die du hattest kenne ich nur von einem Unfall, bei dem ich als erste (und einzigste! Arme Welt!) anhielt, das Auto hat gequalmt und ich hab die Türen nicht öffnen können, diese unfassbare Angst das ich jetzt zuschauen muss wie die Frau darin verbrennt, zum Glück hat es nicht angefangen zu brennen und die Feuerwehr war schnell da, die Frau schnell befreit, nur der Mann hat es leider nicht geschafft… daran knabber ich heute noch oft.

    Ich drücke fest die Daumen das es bei dir auch so gut und ohne Narben heilt wie bei mir und du bald Schmerzfrei bist (wenn die Blasen abgeheilt sind kann ich Arnicasalbe und Ringelblume empfehlen, ganz dick auftragen und ein Baumwollhandschuh drüber, ist wirklich super und ich glaube das hat wirklich gegen die Narben geholfen)

    Liebe Grüße
    Claudia

    1. Oh liebe Claudia, da hast du ja auch schon einiges erlebt. Das mit der Salbe hört sich sehr gut an! Am Daumen ist es sogar schon verheilt – sieht knubbelig und nach Narbe aus, aber das finde ich jetzt echt nicht schlimm. Danke für deine vielen lieben Worte! <3

  3. Oh nein, beim Lesen habe ich richtig mitgelitten. Aber ich kann mir vorstellen, dass du in diesem Momwnt nur an die Kinder gedacht hast. Sicherlich ein Instinkt einer Mutter bzw eines jeden Menschens – Schutz! Na dann hoffe ich für dich, dass der Rest noch schnell abheilt. Alles Liebe 🙂

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