Gedanken // Das Kind soll in die Schule kommen

Hallöchen zusammen!

Da falle ich doch bald aus allen Wolken – liebe Leute, ich habe Post von der Schule bekommen. Eigentlich noch kein Thema hier, dachte ich mir. Ist sie – unsere Mia Mulle – doch gerade erst in den Waldkindergarten gekommen. Ihr wisst schon, wo wir diese recht anstrengende Eingewöhnung hatten mit viel Geschrei, Herzschmerz und Baby auf dem Arm. Kommt mir vor wie gestern und jetzt ist Mia tatsächlich schon fast zwei Jahre dort und ihre Schwester mittlerweile ein Kleinkind. Sachen gibt es.

Tja, der Schulbrief kam trotzdem an. Der erste Elterninfoabend soll schon diesen Monat sein. Dort werden wir über das Anmeldeverfahren hier informiert und wie die Schuluntersuchung abläuft. Über ein Jahr vorher – ich bin ganz überrumpelt und habe das starke Bedürfnis die Zeit anzuhalten und gleichzeitig einen Schulranzen zu kaufen. *lach* Jetzt aber mal halblang. *Luft hol*

Noch besser – geht noch weiter: im Kindergarten wurde mir dann heute mitgeteilt, dass sie nächste Woche mit den neuen Vorschulkindern einen Probetag in der Schule mitmachen werden. Und eine Untersuchung zum Ermitteln der Sprachentwicklung. Ich heule. Wirklich. Meinetwegen kann meine Mia noch zehn weitere Jahre in den Waldkindergarten gehen. Dort ist das Leben so schön leicht und sie lernen auch genug. Himmel, Arsch und Zwirn, geht das denn nicht?

Leider muss ich sagen, freut sich Mia ganz dolle auf die Schule und redet quasi seit kurz nach der erfolgreichen Eingewöhnung von nichts anderem mehr. Sie ist auch echt schon „reif“ für die Grundschule, das weiß ich. Unser kleiner Schlaumichel, Besserwisser und Klugscheißer. :mrgreen: Trotzdem: sollte irgendeiner sagen, dass es besser wäre, sie käme erst mit 7 in die Schule – ich bin dabei! 😛  😀 ♥

Hach, da dauert es noch über ein Jahr bis die Schule beginnt, aber konfrontiert wirste damit jetzt schon von allen Seiten. Ich kotze echt ab. Hätte auch gleichzeitig nicht gedacht, dass mich das so beschäftigt und traurig macht. Ist das normal? Diese Unbeschwertheit der jetzigen Zeit kommt halt nicht zurück… Wahrscheinlich denke ich auch an mich selber 2und wie ich mich durch die Schuljahre bequält habe und dafür gar nichts übrig hatte. Hoffen wir, dass es der Mulle besser gefällt, aber ich gehe stark davon aus.

Traurige Grüße von einer, die gerade ganz schnell eine Träne wegwischt…

Warum du warten musst, liebes Baby ♥

Hallo ihr Lieben da draußen,

in letzter Zeit werde ich doch wieder vermehrt gefragt, ob da noch ein drittes Kind kommt, für wann es geplant ist oder als blöde Frage formuliert: ein drittes Kind kriegt ihr aber nicht mehr oder? Hier ist ja sowieso kein Platz mehr dafür und sowieso und überhaupt zwei Kinder sind ja auch Arbeit genug. Das mal als Einleitung.

Manche Fragen und Aussagen gehen mir bei dem Thema gehörig gegen den Strich, aber darüber habe ich an anderer Stelle schon ausführlich gebloggt. Heute möchte ich MEINE Gedanken zum dem Thema nochmal auf den Tisch bringen bzw. erstmal sortieren, denn… ich habe viel nachgedacht in letzter Zeit.

Ein drittes Baby…?

Unsere erste Tochter ist mittlerweile ein Kindergartenkind und nächstes Jahr schon ein Schulkind. Sie ist super selbstständig, fängt jetzt sogar mir mit Emmi zu helfen, spielt mit ihrer Schwester und macht bis auf ein paar Wutanfälle keine größere Probleme gerade. Unsere zweite Tochter ist jetzt auch kein Baby mehr. Sie wird im April schon zwei (!) Jahre alt. Sie rennt durch die Gegend, klettert wie eine Bekloppte überall rauf und fängt jetzt an ganz viele Wörter zu reden. Wir üben fleißig das auf Toilette gehen und ihre Schwester, die himmelt sie an. Soweit so gut. ♥ Da kann man doch schon mal Lust auf ein Baby kriegen oder? Wieder sowas kleines, schnuffiges im Arm halten, was soooo gut duftet und süß aussieht.

Leider… lässt der nächtliche Albtraum gerade keinen weiteren Menschen in unserer Familie zu. Ich könnte keinem mehr gerecht werden, so viel Aufmerksamkeit brauch unsere Jüngste abends bis nachts. Ich genieße ja die Nachmittage und Abende, wo sie relativ friedlich ohne lang Dabeisitzen einschlummert. Das stört mich auch gar nicht so, wenn ich neben dem Bett sitze, aber dass sie abends dann so schnell wieder aufwacht und schreit ist nicht so schön. Sie möchte dann nämlich mit nach unten. Und dann müssen hier alle ins Bett gehen… Früher Feierabend für Mama und Papa. Auch schön. Ganz schön kräftezehrend, weil wir Eltern uns ja auch nicht allzu oft sehen durch die Abwesenheit meines Mannes während der Woche.

Man denkt ja so, dass sie Kleinen auch irgendwann größer werden und besser schlafen, aber bei meinen Kindern dauert das irgendwie irre lange. Mia hat lange beschissen geschlafen. Bis vor kurzem schläft sie nun die kompletten Nächte in ihrem Zimmer, was glaube ich daran liegt, dass sie auf Emmis Gezicke in der Nacht keine Lust mehr hat. Ist ja nicht so, dass das Kind ruhig neben mir liegt, wenn es dann bei uns ist. Nein, nein, da wird dann gerne mal weiter gezickt, mit der Flasche nach mir geworfen, getreten und gebrüllt, dass mir die Ohren flackern. Hui. Ich muss sagen, dass das teilweise schlimmer als in Babyzeiten ist. Manchmal haben wir auch einen Tag dazwischen, wo sie ruhig und lieb neben uns schläft, aber meistens beweist dieses Kind nachts einfach besonders viel Temperament.

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Schneechaos im November: zum Geier mit der Laterne!

Hallöchen zusammen! 

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne…“
„Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…“
„Kommt wir wollen Laterne laufen…“

Was kennt ihr noch für Laterne-Songs? Dieses Jahr lernte ich durch den Laternenumzug unserer großen Tochter noch ein paar neue Songs kennen, aber die gängigen aus meiner Kindheit bleiben einfach die besten. ♥ So richtig kann ich mich zwar gar nicht mehr an meine Laternenumzüge erinnern, aber an sich ist das eine schöne Sache, also sollte Mia dort auch mit uns hingehen dürfen. Laterne basteln mag sie, singen auch und dazu noch spazieren gehen – ihr Ding.

Jedes Jahr aufs Neue – der Laternenuzug des Kindergartens

Also meldete ich unsere Familie na klaro beim Laternenumzug an. Fülle ich so den Zettel mit „4 Personen“ aus und denke dann: „Shit! Schatz, wo bist du nächste Woche am arbeiten?“ „Am Arsch der Welt wieder, natürlich!“ Kacke kacke kacke.

Mit den beiden Schnupsies also alleine zum Laternen laufen. Ich trage trotzdem vier Personen ein, weil ich mir irgendein Helferlein schnappen werden. Eine von den beiden Omas. Verdammt. Die eine muss da arbeiten, die andere feiert ihren Geburtstag. Die Freundin ist mit ihrer eigenen Familie beschäftigt. Meine Geschwister eh. Okay, allein allein, allein allein muss ich das stämmen. Schaffen andere auch, völlig ganz allein erziehende. Welche, die nicht mal einen Partner und Papa für die Kinder am Wochenende haben. Krönchen richten, Schultern straffen und ab dafür.

Schneeflocken treffen auf buntes Herbstlaub

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Dann so – sowieso schon voll unmotiviert – vorzeitiger Wintereinbruch 2016. Schneechaos bei uns im Heidekreis. Nur unser Landkreis ist so heftig betroffen. Es ist draußen wunderschön. Eine Winterlandschaft wie sie im Bilderbuche steht. Aber die Welt außerhalb des Gartens geht unter. Die Bäume tragen die Last des Schnees nicht und brechen auseinander. Große Äste versperren die Straßen oder gleich ganze Bäume. Ich bringe das Kind in den Kindergarten und erlebe die ersten Abenteuer im Wald: Der Weg zum Waldkindergarten ist versperrt, die Bäume lassen mich nicht durch. Ich habe Angst im hohen Schnee steckenzubleiben, aber schaffe es zu meinem Erstaunen zu drehen. Umsonst der mühsame Weg: die Kinder sind heute – und den Rest der Woche – wegen der Gefahr im Wald im Notquartier einer wunderschönen alten Mühle. ♥

Leider habe ich meine Kamera den Abend zuvor bei meiner Mama gelassen und muss fahre deswegen noch zu meinen Eltern. Nur kurz rausholen und wieder nach Hause. Es schneit die ganze Zeit so schön. Emmi ist fasziniert von den Flocken. Auf dem Rückweg geht die Welt dann irgendwie noch mehr unter. Die Bäume tragen einfach noch zu viel Laub und dann der ganze Schnee… also reihe ich mich vor dem ersten Baum auf der Landstraße ein… der Verkehr wird umgeleitet ich komme weiter Richtung zu Hause. Die Straßen sind so rutschig, mein ABS ist nur am Arbeiten trotz Winterreifen. Sind wohl auch nicht mehr die Besten. Für dieses Jahr sollen sie aber noch reichen. *grummel* Ich schleiche in mein Dorf und weiche den Bäumen und Ästen aus so gut es geht. Viel Chaos und Arbeit für die Feuerwehr. In meinem kleinen Dörfchen dann das: Da liegt einer neben der Brücke tief im Bach. Total weit den Berg runtergestürzt und irgendwie ist da auch eine dicke Eiche im Spiel. Oje. Die Feuerwehr und Polizei ist da am machen und lässt mich langsam vorbei. Ich krieche um die Kurve. Man könnte ja noch bei Schrittgeschwindigkeit da reinkrachen. ^^

Mein Zuhause ist zum Greifen nah und ich will sanft in unsere Einfahrt fahren. Mein Auto nicht. Es fahrt einfach weiter und ich stehe quer auf der Landstraße. Ups. 😯 Zum Glück nicht in den Graben. Jetzt aber nach Hause und dann bald wieder los zum Kindergarten.

Ich bin erfolgreich und schicke lieber meine Schwester zum Kinder abholen – ihr Sohn geht dort schließlich auch hin. 😛 Ich kündige schon an, dass der Laternenumzug ganz vielleicht für uns heute ausfällt. Mir reicht es mit Auto fahren – ich war morgens dann doch leicht durchgeschwitzt. 😐

Vorfreude auf den Laternenumzug…

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Kind kommt aus dem Kindergarten und zeigt stolz die tolle selbstgebastelte Laterne aus einer alten Milchtüte. Upcyling. Ich liebe sie. So hübsch.

Ich kann keine traurigen Gesichter sehen und mache mich in der Dämmerung dann doch auf zum Laternenumzug. Das Anziehen zweier Kinder dauert ja ewig und was wir alles so brauchen… endlich sitzen die beiden im Auto und Buggy und Co. sind auch eingepackt. Ich komme dann ein paar Minuten zu spät am verabredeten Treffpunkt an. Dort erwartet mich meine Freundin. Man hofft auf Verständnis.

Es geht dann auch bald los mit singen in einem gemütlich Kreis aus Strohballen. Argh. Die Kleine läuft immer weg, kann nicht still sitzen und ich somit nicht mit der Großen singen geschweige denn ihr zuhören, wie sie alle Lieder so toll mitsingen kann! Das macht sie echt immer so super – zack neues Lied oder Gedicht gelernt.

In Gedanken hoffe ich einfach, dass der eigentliche Umzug bald los geht, weil Emmi jetzt schon das Heulen anfängt, weil sie im Dunkeln jetzt nicht auf das rutschige Klettergerüst kann. Es geht dann auch irgendwann los: Ich „prügele“ das kleine Kind in den Buggy und gebe darauf Acht, dass die Große uns in dem Gewühle nicht verliert. Los geht’s. So viele Menschen. Unsere eigentliche Gruppe ist schnell verschwunden. Ich kann nicht darauf achten, wo jetzt wer von meinen Leuten geht, sondern habe nur meine beiden Kinder im Blick. Solange die Kleinste im Buggy sitzt geht es ja. Doch halten wir kurz an, um im Kreis zu singen, wird sie fuchsig und will raus. Ach immer die Wegrennkinder… die halten dich fit. Weiter geht die Tour – das Kind wird dann immer rasch in den Buggy gestopft. Buggy und kleiner Mensch + größerer Mensch schaffe ich sonst in dem Strom aus Menschen nicht zu wuppen. Zu schnell ist einer weg. 😯

Trick 17 

Zurück am Startpunkt möchte ich eigentlich nur noch mit den Kindern nach Hause. Es liegt schließlich Schnee und friert – Mama hat Eisfüße. Nun wünscht sich die Große aber noch was zu Essen, also gibt es noch ein Würstchen im Brötchen. Während ich in der Essenschlange stehe läuft die Kleinste dann lachend weg. Oh weh. Wie macht man das mit noch mehr Kindern? Schnell Ketchup auf die Brötchen und das Kind wieder eingefangen. Da biste nur am Machen. Irgendwie ist die Kleine dann aber sauer und wirft sie theatralisch auf den Rücken – mitten auf den matschigen Boden. Ich habe einen guten Plan: „Wollen wir nach Hause und im Auto unsere Brötchen mümmeln?“ 😀  😀  😀

Tatsächlich kommt mein Plan gut an und Mia freut sich auf die Autofahrt mit leckerem Essen. Was ein Glück! Ansonsten hätte es nämlich noch eine halbe Stunde gedauert mit Abschiedslied singen und so.

Leuchtende Kinderaugen

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Am Ende des Tages hatte ich eine ziemlich glückliche Mia im Bettchen liegen. Eine die die ganze lange Strecke ihre Laterne mit Stolz getragen hat und die laut mitgesungen hat und mit vollem Bauche schnell einschlief. Und irgendwie hat sie meinen Stress gar nicht mitbekommen. Und das ist gut so. Ich wollte ihr diesen Tag doch nicht verderben. ♥

Da kannste Laterne Laufen im Schnee ohne Papa noch so blöde und zum Heulen finden, am Ende zählt einfach auch mal, dass das Kind was Tolles erlebt hat. Scheißegal, dass ich die Kinder zum Schluss nur noch genervt ins Auto stopfte -mit Ketchup verschmierten Handschuhen versteht sich – und mit Eisfüßen das Gaspedal bediente. Egal, dass die Kleine die Rückfahrt nur brüllte. Ich muss auch einfach mal an das große Kind denken. Haben halt jetzt mal zwei zurückgesteckt.

Hut ab an uns Alleinerziehenden und Teilzeit-Alleinerziehenden. Wir kriegen das doch ganz gut hin oder? 

Wart ihr denn schon Laterne laufen? Finden das eure Kinder auch so toll? Und wie seht es schneemäßig bei euch aus?

Liebe Grüße und bis zum nächsten Blogpost,
eure überforderte Zweifachmama Maggy

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